Abschiebung nach Kroatien

Dem Gesetz wurde genüge getan, der Mensch bleibt auf der Strecke

Die Familie TAJIK, ein Ehepaar mit den 4 Kindern, Mahndi, Mohammad, Hossein und Mohadissa aus Afghanistan musste per Gerichtsbescheid zurück nach Kroatien. Dort haben 2 von Ihnen auf der Flucht nach Österreich ihre Fingerabdrücke hinterlassen, dort soll oder muss gemäß der Dublinvereinbarung ihr Asylantrag abgewickelt werden. So wurde die Familie vorige Woche um 5 Uhr früh aus Anissa nach Wien ins Familienabschiebezentrum gebracht um tags darauf nach Kroatien ausgeflogen.

Sie hatten sich erfolgreich bemüht, Deutsch zu lernen, die Kinder sind zu Schule gegangen und haben dort einige Freundschaften geschlossen und die Zwillingsbuben hätten demnächst schulische Projekttage gehabt. Papa Ghulam hat bei gemeinnützigen Arbeiten in der Gemeinde mitgeholfen. Bei Gericht geht es jedoch nicht um die Integrationsbereitschaft, dort zählen nur die rechtlichen Fakten. Die Bilder aus der Lebensrealität in Langenzersdorf sprechen aber eine andere Sprache

DSC_2774

Bei allen Gemeindefesten waren sie dabei und haben mitgetan

DSC_4146

Auch Vereine, allen voran die Feuerwehr, wurden immer wieder gerne besucht

DSC_5509

Die Flüchtlinskinder haben nur Flucht und nichts als Flucht in ihrem Innenleben verankert

DSC_5989

Unsere Kinder malen Herzenund frohe Botschaften für ihre afghanischen Freunde

DSC_5992

Unsere Kinder wünschen liebvoll alles Gute. Mit Sonne und Blumenwiese

DSC_5507

Hossein denkt nur an Pistolen, Granaten und Hubschrauber – schrecklich für einen kleinen Jungen

DSC_6008

Ein letztes Bild aus Simmering. Die Mitschülerin Anruf und auch die ehrenamtliche Monika haben sich völlig umsonst 8 Monate lang um eine Integration bemüht

Mahndi,-Mohammad-und-Hossein-in-Kroatien

Anstatt bei uns in die Schule zu gehen, sitzen Mahndi, Mohammad und Hossein jetzt traurig am Straßenrand in Kroatien

Es gibt es eine Petion gegen Abschiebungen nach Kroatien unter

bitte unterschreiben

https://www.openpetition.eu/at/petition/online/petition-stopp-von-dublin-iii-abschiebungen-nach-kroatien
 

sowie einen Artikel in „Der Standard“
vom 12. Oktober, der einen sehr ähnlichen Fall beschreibt

http://derstandard.at/2000045784954/Fluechtlingsbuerokratie-Wie-Hilfe-unmoeglich-wird

Dieser Fall hat auch im Bezirk zu Reakionen geführt: So findet am 7. November in Stockerau eine Benefizveranstaltung „Künstler für Frieden“ statt.161107_Künstler_für Frieden

Veröffentlicht in News